Der kleine Sektratgeber – Wissenswertes kurz und kompakt

SektratgeberDer kleine Sektratgeber – Was du über den beliebten Schaumwein wissen solltest

Bis zum Ende des ersten Weltkriegs wurde jeder Schaumwein als Champagner bezeichnet. Erst seit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages 1919 ist dieser Begriff allein dem Schaumwein aus der Champagne vorbehalten. Und er wird nach wie vor nach der sehr aufwendigen „Méthode Champenoise“ hergestellt. Dennoch solltest du ihn nicht wie einen Schatz hüten. Da Champagner – und das gleiche gilt für Sekt – beim Verlassen der Kellerei die optimale Reife erreicht hat, kann er durch lange Lagerung nicht gewinnen, sondern nur verlieren. Champagner und Sekt gibt es in den Geschmacksrichtungen brut (herb), extra brut bzw. dry (extra herb bzw. trocken), sec (trocken) und demisec (halbtrocken). Für Mixgetränke und für Bowlen sind trockene Sorten am besten geeignet. Im Übrigen sollten Champagner und Sekt zwar kühl, aber nie eiskalt serviert werden. Bei zu niedrigen Temperaturen erfriert die Blume. Gläser immer mit klarem Wasser aus- bzw. nachspülen. Spülmittelreste können nicht nur den Geschmack verändern, sondern verhindern auch das Perlen.


Die richtige Trinktemperatur

Auf Getränkekühler.net dreht sich alles um das Kühlen von Getränken. Doch wie kalt sollte Sekt eigentlich getrunken werden? Ist er zu warm schmeckt er leider nicht besonders gut, da kann er noch so teuer gewesen sein. Und zu kalt ist ebenfalls nicht besonders förderlich für das Geschmackserlebnis. Daher hier ein paar grobe Richtwerte, welche Temperaturen für welche Sektsorten am Idealsten sind:

Trinktemperaturen Sekt


Sekt richtig öffnen

  1.  Zuerst wird die Banderole, die um den Sektkopf liegt, abgezogen. Dies geht ganz einfach, indem man an der vorgegebenen Lasche zieht, oder aber mit dem Kellnermesser die Banderole einschneidet und abzieht.
  2. Anschließend muss das Metallgestell (Fachbegriff: Agraffe), welches den Korken auf der Flasche hält entfernen. Um es zu lösen, biegt man die vorgegebene Lasche auf und dreht sie soweit auf, bis das Metallgestell locker um den Korken sitzt. Dabei sollte der Daumen der anderen Hand aber immer den Korken von oben gedrückt halten, damit dieser nicht plötzlich herausschießen kann.
  3. Nun löst du die Agraffe vom Korken und ziehst sie ab. Wichtig ist, dass Sie weiterhin versuchen den Korken mit einer Hand festzuhalten, damit er nicht plötzlich aus der Flasche schießt.
  4. Jetzt wird es spannend und die Mitmenschen um dich herum gehen langsam aber sicher in Sicherheit. Denn jetzt nimmst du den Flaschenboden in die eine und den Flaschenhals mit dem Korken in die andere Hand. Wichtig dabei ist, dass die Flasche leicht schräg liegt. So kannst du den Korken leichter aus dem Hals drehen. Das funktioniert, indem du die Flasche leicht hin und herbewegen. Dabei sollte der Flaschenhals in die eine Richtung, und der Flaschenboden in die anderen Richtung gedreht werden. Den Korken umfasst du fest mit der Hand, wenn er aus der Flasche herauskommt. Dieser sollte so ohne zu ploppen, nur mit einem kleinen Zischen, die Flasche verlassen. Und es ist geschafft!

Sekt richtig einschenken

Wenn man seine Freunde oder Bekannte mal so richtig beeindrucken möchte, dann spielt man gerne mal den eleganten Kellner, der einem nochmal das Sektglas nachfüllt. Damit das Ganze noch kompetenter aussieht hier eine kleine Anleitung, wie es die Profis machen:

  1. Man greift mit dem Daumen in die Höhlung des sogenannten Stickbodens der Flasche.
  2. Der Kellner hält die Flasche so, dass der Gast das Etikett lesen kann. So kann er sehen aus welchem Haus das Getränk stammt.
  3. Zuerst wird nur wenig Sekt in das Glas gefüllt, um ein hohes Aufschäumen zu vermeiden. Anschließend füllt man das Glas bis zu zwei Drittel auf.
  4. Als letzter Schritt entfernt man die Flasche mit einer leichten Drehung vom Glas.

Welche Sekt- und Champagnergläser gibt es?

Infografik Sektgläser

Du hast von Tulpen und Flöten keine Ahnung? Kein Problem, da kann ich Abhilfe schaffen. Hier ein kurzer Überblick, welche Möglichkeiten es gibt den leckeren Schaumwein zu genießen:

Ein klassisches Champagner- oder Sektglas verfügt über einen sehr schlank gehaltenen Stiel und einen schmalen Kelch, der nur leicht geschwungen ist. Man unterscheidet hierbei in die sogenannte Tulpen- und Flötenform. Egal für welche Variante man sich entscheidet, beide sorgen durch ihre Formgebung dafür, dass sich die Perlage nicht so leicht verflüchtigt. Gleichzeitig kann man sie durch die längliche Form des Glases, gut beobachten.

Sekt- oder Champagnerschalen sieht man heut zu Tage eher selten, haben aber einen gewissen nostalgischen Charme und lassen sich zu imposanten Pyramiden auftürmen (Anmerkung: Wer kennt sie noch die Champagner-Pyramide aus „Traumhochzeit“ mit Linda de Mol?! – Großartig) – Für einen perfekten Trinkgenuss, sind sie aber eher weniger geeignet. Durch die große Oberfläche verflüchtigt sich die Kohlensäure und das Aroma sehr schnell, was zu einem schalen Geschmack führt. Da man diese Gefäße üblicherweise auch am Kelch umfasst, erwärmt sich das Getränk in ihnen außerdem schneller.


Sekt richtig lagern

Grundsätzlich sollte Sekt kühl, ruhig und dunkel gelagert werden. Es wird empfohlen die Flasche im Stehen aufzubewahren, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit von Korkschmeckern und Druckverlusten reduziert wird. Spezielle Weinkühlschränke oder Kellerräume eignen sich besonders gut. Schädlich für den Sekt sind Temperaturschwankungen und häufiges Herunterkühlen. Ebenso sollte der Sekt vor einer starken Lichteinwirkung geschützt werden, da dieses die Oxidationsprozesse und damit die Alterung beschleunigt und den Geschmack beeinflussen kann. Aus Sicherheitsgründen sollten Sektflaschen nicht in Tonröhren oder Steinregalen gelagert werden, auch wenn diese besonders schön aussehen. Die rauhe Oberfläche kann die Flasche beschädigen und das Bersten begünstigen.


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco?

Viele Menschen gehen davon aus, dass es sich bei Sekt und Prosecco, um das selbe Getränk handelt. Heißt halt nur irgendwie anders. Das ist jedoch nicht richtig, den es gibt sehr wohl einen Unterschied, der auch recht einfach erklärt werden kann. Während Sekt durch reine Flaschengärung zum Perlen gebracht wird, erhält Prosecco sein Prickeln per Zusatz von Kohlensäure. Durch das künstliche Herstellungsverfahren, wurde Prosecco lange Zeit als minderwertig angesehen und als „Plörre“ bezeichnet, doch mittlerweile erfreut er sich großer Beliebtheit. Und der Grund dafür liegt auf der Hand. Aufgrund des Herstellungsprozesses glänzt er mit einer relativ milden Säure und weniger Kohlensäure, worüber sich die Magenschleimhaut bei empfindlichen Menschen sehr freut.

Der Erfolgszug des heutigen Kultgetränks begann einst in den Cafés und Bars in Venedig und hat seinen Namen der gleichnamigen italienischen Traubensorte zu verdanken. Ein Perlwein darf also nur diesen Namen tragen, wenn er auch wirklich aus Prosecco-Trauben hergestellt wurde.


Der geniale Sektkorken-Trick. Schon gewusst?

Jetzt möchte ich dir gerne etwas zeigen, womit du sicherlich alle deine Freunde beeindrucken kannst. Man könnte es auch als Lifehack bezeichnen. Und zwar löst es ein Problem, sollte die komplette Sektflasche mal nicht auf Anhieb ausgetrunken werden. Abgestandener Sekt ist doch eher unangenehm. Dabei haben die meisten Sektflaschen die Lösung quasi schon eingebaut…


Sektflaschengrößen  – Welche Größen gibt es und wie heißen sie?

Es gibt viele verschiedene Größen von Sektflaschen, doch die meisten von uns kennen vermutlich nur die bekanntesten. Dazu zählen der Piccolo, die Imperialflasche und die Magnumflasche. Diese sind auch problemlos überall im Handel erhältlich. Bei den restlichen wird es dann schon schwieriger, diese sind nur in ausgewählten Fachgeschäften zu finden. Zudem muss der Sekt in solche Flaschen speziell umgefüllt werden, denn die Reifung erfolgt zumeist in Imperialflaschen.

Liste Flaschengrößen:

  • Piccolo: 0,2 Liter
  • halbe Flasche: 0,375 Liter
  • Imperial (auch „ganze Flasche“ genannt): 0,75 Liter
  • Magnum: 1,5 Liter
  • Tregnum (Dreifachflasche): 2,25 Liter
  • Jeroboam (auch als Doppelmagnum oder Vierfachflasche bezeichnet): 3 Liter
  • Rehoboam (Sechsfachflasche): 4,5 Liter
  • Methusalem (Achtfachflasche): 6 Liter
  • Salmanassar (Zwölffachflasche): 9 Liter
  • Balthasar (Sechzehnfachflasche): 12 Liter
  • Nebukadnezar (Zwanzigfachflasche): 15 Liter
  • Melchior (Vierundzwanzigfachflasche): 18 Liter
  • Sovereign: 26,25 Liter
  • Primat: 27 Liter
  • Melchisedech: 30 Liter

 


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